Sonntag, 28. Januar 2018

Seminar in Salzburg im März

Blick aus dem Zendo in St. Virgil

Ich freue mich darauf, im März wieder Gast in St. Virgil in Salzburg zu sein. Der schöne Zendo - japanisch eingerichtet mit Tatamimatten - wartet auf uns. Herzliche Einladung an alle zum Seminar

Frei sein mit jedem Schritt

St. Virgil in Salzburg, 2. bis 4. März 2018

Informationen und Anmeldung hier (klick) 

Ich glaube, Freiheit bzw. das Gefühl der Unfreiheit ist ein Thema für uns alle. Können wir uns inmitten unserer zahlreichen Verpflichtungen frei fühlen? Frei von etwas oder frei zu etwas? Und was ist das überhaupt, spirituell gesehen: Freiheit? Die Struktur des Seminars ist dieselbe wie immer: Wir üben Präsenz und Wachheit, im Gehen, Essen, Sprechen und Zuhören. Abgesehen von zwei Rundgesprächen findet das Wochenende im Schweigen statt. Und es ist gerade die tiefe Stille, die uns trägt, beruhigt und inspiriert.

Ich freue mich auf Sie und Euch.

Donnerstag, 25. Januar 2018

Geburtstag von Virginia Woolf

Quelle: en.Wikipedia

Heute wäre sie 136 Jahre alt. Nach wie vor für mich eine der größten Schriftstellerinnen der Welt. Ich bewundere ihr Werk und studiere es immer wieder. Wie hat sie das gemacht, die Sprache so ins Fließen zu bringen? Und über allem liegt ein Licht, das nicht ganz von dieser Welt ist. 

Sie hätte sich an der #metoo Debatte beteiligen können. Jahrelang wurde sie von ihrem Halbbruder missbraucht, was offenbar einige in der Familie wussten, aber natürlich leugneten. Ich erinnere mich an eine Biografie, deren Autor ich vergessen habe. In dem Buch wurde die Geschichte des Missbrauchs in Zweifel gezogen; Virginia habe schließlich mit dreizehn schon ihren ersten Suizidversuch unternommen, was ja beweise, dass sie geisteskrank gewesen sei. Und solch eine Geisteskranke, nicht wahr, denke sich eben allerhand Geschichten aus. Dass die Sache genau umgekehrt gewesen sein dürfte, dass der Suizidversuch eine Folge des Missbrauchs war, wurde gar nicht in Erwägung gezogen.

Mein Lieblingsbuch von ihr ist Mrs. Dalloway. Und wer sich für ihr Leben interessiert: Im S. Fischer Verlag sind ihre Tagebücher in 5 Bänden und ihre Briefe in mehreren Bänden erschienen. Wunderbare Prosa, aus dem Handgelenk geschüttelt. Lesen! 

Dienstag, 23. Januar 2018

"Mit Rätseln zur Erleuchtung" - Sendung in Deutschlandfunk Kultur


Eine schöne Sendung über Buddhismus in Deutschlandfunk Kultur vom 21. Januar. Es geht u. a. um Machtstrukturen im Buddhismus und einen deutschen Abt eines japanischen Klosters. In dem Beitrag von Mechthild Klein 

"Mit Rätseln zur Erleuchtung - der Zen-Buddhismus und die Koans"  

spreche ich über die Arbeit mit Koans, über Kinder als Zen-Meister und das Koan "Chens Bergblumen" aus dem schönen Buch "Das verborgene Licht" (mehr über das Buch hier)  

Hier die einzelnen Beiträge der Sendung zum Nachhören: (klick)

Und hier der Link nur für den Beitrag "Mit Rätseln zur Erleuchtung": (klick)

Samstag, 20. Januar 2018

... und wenn der Sturm gerade deine Mülltonne ausleert ...


... und wenn der Sturm gerade deine Mülltonne ausleert; die Katze den Sonntagsbraten gefressen hat; der Hund mit dir an der Leine durch den Matsch getrödelt ist und nicht wollte, was er sollte ...

...wenn das Brot am Samstagabend ausgegangen, der Hefeteig nicht aufgegangen und der Lieblingspullover in der Wäsche eingegangen ist ...

... dann muss man sich aufs Sofa legen und schöne Musik hören.

Bei mir: Voces8 mit "Underneath the stars".

Habt alle ein sturmfreies Wochenende.


Montag, 15. Januar 2018

Sonntagsspaziergang, 14. Januar 2018


Wärmer wird's mit jedem
Ginsterzweig,
der neu erblüht. 

Im Original von Ransetsu steht "Pflaumenzweig".
Aber Ginster kündigt doch dasselbe an, oder?

(Man hat mir gesagt, das sei Winterjasmin. Die Google Bildersuche bestätigt: So ist es.)

Ich verlinke dies mal zum Naturdonnerstag von www.jahreszeitenbriefe.blogspot.de
 

Donnerstag, 11. Januar 2018

"Der lautlose Tanz des Lebens". Film über Ruth Denison.


Dieser schöne Film ist noch bis 15. April in der Arte Mediathek zu sehen, hier ist der Link (klick).  Ein Film, der einfach glücklich macht. Bitte anschauen! Es lohnt sich.

Der lautlose Tanz des Lebens

TV-Dokumentarfilm über Ruth Denison

Aus dem Pressetext von Arte:

"Ruth Denison war eine Pionierin des Buddhismus im Westen und Vorreiterin für die Rechte der Frauen. 1922 in Ostpreußen geboren, erlebte Ruth die Grausamkeiten und Traumata des Zweiten Weltkrieges. 1957 wanderte sie in die USA aus und wurde eine der ersten buddhistischen Lehrerinnen im Westen. Ruths gesamtes Schaffen und Wirken gibt kluge, tiefe Antworten auf die zentralen Fragen und Konflikte der Gegenwart: Wie gehen wir mit Hass und Diskriminierung um? Wie kann es gelingen, aus der Spirale von Gewalt und Gegengewalt auszubrechen, zu einem echten menschlichen Miteinander zu finden?

Die Regisseurin Aleksandra Kumorek bekam die Erlaubnis, Ruth Denison in ihren letzten Lebensjahren bis zu ihrem Tod 2015 zu begleiten."Der lautlose Tanz des Lebens“ ist eine filmische Meditation. Er erlaubt es dem Zuschauer, in die Stille und Langsamkeit der Mojave-Wüste einzutauchen, die Verbundenheit allen Lebens zu entdecken und Teil des lautlosen Tanzes zu werden. Der Dokumentarfilm ist eine Begegnung mit einer außergewöhnlichen Frau, inneren Dämonen, den Schönheiten und Schrecken der Wüste."